Fitnesstraining

Mittlerweile zieren so einige Fitnesstools die Wohnzimmer vieler Hundehalter, aber woher weiß ich, welche Übung für meinen Hund geeignet ist und wie viele Wiederholungen ich machen darf?
Fitnesstricks sind klasse und machen Spaß, birgt aber auch so manche Tücken, die wir näher beleuchten möchten. Ebenfalls kann man die meisten Übungen auch draussen in der Natur durchführen.


Zunächst sollten wir den Fitnessgrad unseres Hundes bestimmen, das ist wichtig, wenn wir zielgerichtet trainieren möchte, ohne den Hund zu überfordern. Wir sollten seine Schwächen kennen, um entsprechend darauf eingehen zu können. Wichtig ist auch eine eventuelle Seitenbetonung, wenn zum Beispiel eine Muskelpartie auf einer Seite besser entwickelt ist, wie auf der anderen Seite.
Hat der Hund orthopädische oder neurologische Defizite oder gar Erkrankungen, ist es unbedingt ratsam, die Übungen vorher mit dem behandelnden Tierarzt oder Physiotherapeuten abzusprechen.
Wir sollten den Hund nun behutsam an die Trainingstools heranführen, vor allem, wenn es wackelige Gerätschaften sind.
Die Sicherung des Equipments ist ein absolutes MUSS und wir sollten die Bodenbeschaffenheit auf Rutschfestigkeit überprüfen.
Kennt der Hund schon ein Markersignal oder den Clicker? Er wird deutlich schneller erraten, was wir von ihm möchten, wenn wir seine toll ausgeführte Übung genau in diesem Moment „fixieren“ und auch in Position füttern. Das Futter sollte motivierend, aber nicht übermotivierend wirken, das ist gerade für sehr verfressene Sportler wichtig 
Es ist sehr wichtig, das der Hund nicht erschöpft ins Training kommt, eine ermüdete Muskulatur kann man nicht auf trainieren und das Training birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
Ein Warm up Programm von 5-10 Minuten sollte in jedem Fall Platz im Trainingszeitfenster finden.
Wenn wir die Übungen sinnvoll aneinanderreihen möchten, so sollten wir darauf achten, entspannende Übungen an das Ende zu hängen und keinesfalls vor die Kraftübungen.

Wir sollten alle Komponenten ansprechen.

Das wäre im Indoor-Bereich auf jeden Fall:
– Kraft
– Koordination
– Sensorik / taktile Reize ansprechen
– Beweglichkeit / Rhythmus Fähigkeit
Sowie alle Ebenen und Richtungen:
– Vorwärts
– Rückwärts
– Seitwärts
– Oben und unten
– Biegungen /Kreiseln

 

 

Was wären nun gute Beispiele, um die Koordination der Hinterhand zu verbessern?
– Rückwärtsgehen
– Rückwärts Targets anlaufen lassen
– Pfoten hinten bewusst anheben lassen
– Isometrische Übung (z.B. Hinterpfote in die Hand drücken lassen)
– Elefantentrick
– Cavalettitraining
– Positionswechsel wie Sitz-Steh-Sitz

Wir achten natürlich auf Ermüdungserscheinungen wie z.B. Hecheln, Ausweichbewegungen, Taxieren, Hektik, Konzentrationsschwierigkeiten und gönnen unserem Hund Ruhetage zwischen den Trainings.


Es kann sehr sinnvoll sein, mit einer Hilfsperson zu arbeiten, vielleicht sogar im Wechsel mit einem anderen Team oder sich selbst im Spiegel zu überprüfen. Wir nehmen einzelne Sequenzen auch gerne auf Video auf, so gelingt die Selbstkontrolle besser.


Merke: Nie ohne Plan ans Werk gehen und die Übungen überlegt aneinander legen!

Es gibt so viele Ideen die sich toll variieren lassen und immer wieder Abwechslung in den Trainingsalltag bringt.

Hunde leben ständig im Hier und Jetzt.

Sie empfinden eine Fülle von Gefühlen – und jedes Gefühl ist Ausdruck ihrer Liebe.

                                                                                                                                                                                                Cynthia Heimel

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